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ARAG und die Aktenzeichen

Es gibt Versicherer, die versuchen, unnötige Arbeiten zu vermeiden. Und es gibt die ARAG.

Gebetsmühlenartig habe ich die ARAG aufgefordert, unsere Aktenzeichen nicht zu kürzen, sondern sie bei der Korrespondenz und bei Zahlungen vollständig anzugeben. So machen wir das nämlich auch mit den Versicherungs- und Schadennummern dieses Versicherers. Das schafft im Alltag für alle Beteiligten Erleichterung.

Offenbar scheint aber das schlichte Abtippen von Zahlen und Buchstaben die Mitarbeiter bei der ARAG vor größere (intellektuelle?) Probleme zu stellen.

Wir haben mal wieder eine Zahlung von diesem Versicherer erhalten. Diesmal hatte der Versicherer unser Aktenzeichen nicht gekürzt. Nein, der Mitarbeiter der ARAG hat es vollständig vermieden, uns einen Hinweis zu geben, auf welche Sache wir die überweisung buchen sollten. Wir kamen also wieder einmal nicht umhin, dem Chaos-Laden zu schreiben und ihn um die Angabe unseres Aktenzeichens zu bitten. Heute, sechs Tage später, hat sich jemand herabgelassen und uns ein Fax geschickt:

Bemerkenswert ist nicht nur, daß der Weg vom ARAG-Faxgerät bis zum ARAG-Eingangsstempel fünf Tage braucht. Zu erwähnen ist auch die ungelenke Art, wie die ARAG unsere Anfrage beantwortet und unser Aktenzeichen übermittelt. Aber solche gepflegten Umgangsformen scheinen dem Versicherer ohnehin nicht sehr fremd zu sein.

Spannend ist übrigens, daß das, was dieser Primarschüler der ARAG da auf’s Papier gebracht hat, mit unserem Aktenzeichen allenfalls eine gewisse Ähnlichkeit hat. Aber wir konnte nun mit ein wenig Ermittlungstätigkeit – nach einer knappen Woche – die Zahlung zuordnen.

Ach, so. Es ging um 8,93 Euro. Der Aufwand und die Verbuchung dieser überweisung hat ein mehrfaches davon gekostet.

Liebe Versicherungsnehmer, wenn Sie demjenigen, der Ihre Interessen wahrnehmen soll, richtig gute Laune machen wollen: Verzichten Sie darauf, den Versicherungsschutz bei diesem Versicherer einzukaufen. Mandanten sollten Ihre Rechtsanwälte nicht mit der ARAG foltern.

Update:
Hier noch eine Gutschrift der ARAG von heute:

Wenigstens der Name des Versicherungsnehmers steht im Verwendungszweck, aber für welches Mandat der Betrag ist, dürfen wir mal wieder selbst erraten. Ich frage dann eben nochmal nach, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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Kommentare sind deaktiviert Empfänger "ARAG und die Aktenzeichen"

#1 Kommentar von anonymisiert am 20. August 2010 00000008 9:10 Uhr 128229185809Fr, 20 Aug 2010 09:10:58 +0100

Naja, Herr Kollege,

zu gepflegten Umgangsformen gehört sicherlich auch mal eine Anrede, und vielleicht sogar noch ein „bitte“…

#2 Kommentar von anonymisiert am 20. August 2010 00000008 10:48 Uhr 128229772110Fr, 20 Aug 2010 10:48:41 +0100

@ RA Schepers:

Da gebe ich Ihnen im Grundsatz Recht.

Nur, wenn ich mehr als zehn Mal (ich übertreibe jetzt nicht) um die Angabe unseres *vollständigen* Aktenzeichens bitte, und diese Bitten weit mehr als zehn Mal schlicht ignoriert werden, haben die Herrschaften, die bei der ARAG die Verwaltung organisieren, ihren Anspruch auf pflegliche Behandlung verwirkt.

#3 Kommentar von anonymisiert am 20. August 2010 00000008 17:10 Uhr 128232061705Fr, 20 Aug 2010 17:10:17 +0100

Da passt kein Aktenzeichen mehr hin. Der zur Verfügung stehene Platz ist schon durch die mehrfache Nennung des Firmennahmens im Verwendungszweck verbraucht.

Und was täten Sie nur, wenn Sie das nicht wüssten, nichtwahr.

#4 Pingback von anonymisiert am 16. September 2010 00000009 8:01 Uhr 128462048908Do, 16 Sep 2010 08:01:29 +0100

[…] Finger reichen nicht mehr, um zu zählen, wie oft ich die ARAG gebeten habe, unser Aktenzeichen vollständig anzugeben. Die Mitarbeiter bei diesem Versicherer scheinen damit völlig überfordert zu […]

#5 Pingback von anonymisiert am 3. Dezember 2010 00000012 14:34 Uhr 129138329602Fr, 03 Dez 2010 14:34:56 +0100

[…] einer Bußgeldsache erreichte mich ein Telefax der ARAG. Unser Aktenzeichen war – natürlich – nicht korrekt angegeben, sondern auf zwei Zahlen reduziert, gleichzeitig wurde aber […]